Echte Einblicke. Echte Menschen. Echte Chancen.
Ralfs internationaler Weg bei Ensinger.
Vom Einstieg in der Fertigung bis zum Werkaufbau in den USA.
Du bist schon viele Jahre bei Ensinger – erinnerst Du Dich noch, wie alles angefangen hat?
Ja, das weiß ich noch gut. Eigentlich war mein Einstieg bei Ensinger ganz anders geplant. Nach meiner Ausbildung zum Betriebsschlosser bin ich als Rüster eingestiegen – mit der Idee, nur für etwa drei Jahre zu bleiben. Es war familiär, überschaubar, man kannte sich. Dann wurde ich gefragt, ob ich mir nicht doch vorstellen könnte, länger zu bleiben. Gleichzeitig hat mir die Firma ermöglicht, die Meisterschule zu machen. Das war ein wichtiges Signal: Man hat mir etwas zugetraut und mich gefördert – und das hat meinen Weg hier maßgeblich geprägt.
Was hat Dich damals an Ensinger gereizt, und was hat Dich über all die Jahre gehalten?
Von Anfang an war es ein Geben und Nehmen. Ich hatte hier das Gefühl, wirklich etwas bewirken zu können – Prozesse verbessern, Ideen einbringen, Dinge verändern. In einem Familienunternehmen entsteht schnell eine persönliche Bindung. Man fühlt sich nicht wie eine Nummer, sondern als jemand, der mitgestalten darf. Diese Kultur hat mich über all die Jahre gehalten.
Wenn Du an die Anfangszeit zurückdenkst – was hat sich seitdem am meisten verändert?
Ensinger ist gewachsen, und mit dem Wachstum kamen neue Strukturen und mehr Spezialisierung. Früher hat man gefühlt alles gemacht und für vieles Verantwortung getragen. Heute sind die Aufgaben klarer verteilt.
Du warst mehrere Jahre in den USA und hast dort beim Aufbau des Werks in Washington mitgewirkt – wie kam es zu dieser Gelegenheit?
Ich war damals bereits Teil des Audit-Teams und schon länger für Themen rund um die USA zuständig. Wir hatten hier in Deutschland bereits Kollegen aus den USA ausgebildet. Irgendwann war aber klar: Damit der Standort wirklich funktioniert, muss jemand direkt vor Ort sein, der die Abläufe kennt und die Brücke zwischen den Teams bildet. So bin ich schließlich in die USA gegangen – als jemand, der Prozesse, Menschen und Anforderungen kennt.
Was waren die größten Herausforderungen und schönsten Momente?
Die größte Herausforderung war, neue Strukturen zu etablieren und das Team durch viele Veränderungen zu führen – und gleichzeitig die Distanz zu meiner Familie zu bewältigen.
Die schönsten Momente waren die sichtbaren Fortschritte im Werk und der Besuch meiner Familie über Weihnachten.
Was hast Du fachlich und persönlich aus dieser Zeit mitgenommen?
Fachlich habe ich gelernt, Prozesse von Grund auf neu aufzusetzen und Mitarbeiter intensiv zu schulen.
Persönlich hat mich die Zeit offener gemacht. Ich habe erlebt, wie wichtig Vertrauen ist und wie schnell ein Team zusammenwächst, wenn alle an einem Ziel arbeiten.
Wie hat sich Ensinger aus Deiner Sicht im Laufe der Jahre verändert – und was ist gleich geblieben?
Auch wenn heute kein Familienmitglied mehr in der Geschäftsführung ist – die Werte sind die gleichen geblieben. Dieses Miteinander und das technische Verständnis, das vom Gründer selbst vorgelebt wurde, prägt uns bis heute. Gleichzeitig ist Ensinger viel spezialisierter geworden. Früher musste man in vielen Bereichen fit sein und für vieles Verantwortung übernehmen. Heute sind die Funktionen klarer definiert, was der Komplexität unseres Geschäfts gerecht wird.
Wenn Du neuen Kolleginnen und Kollegen etwas mit auf den Weg geben könntest – was wäre das?
Gerade jungen Führungskräften würde ich raten: Bleibt auf dem Boden, bleibt im Dialog und denkt immer unternehmerisch. Eine gute Arbeitseinstellung und das Prinzip des Gebens und Nehmens sind entscheidend. Seid ehrlich und offen, trefft Entscheidungen – und begeistert euch selbst für euren Job. Dann begeistert ihr auch andere.